Rasseliste .

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Was ist die Rasseliste & warum sollte sie abgeschafft werden?


Hunde, die per Gesetz als gefährlich oder potentiell gefährlich angesehen werden, sind so genannte Listenhunde. Auch oft verwechselt mit den "Kampfhunden". Tzzzz.

 Diese Listen gibt es in vielen europäischen Ländern, somit auch in Deutschland. Dabei kann aber jedes Bundesland selber festlegen, welche Rassen auf dieser Liste erscheinen und welche Konsequenzen dies für die Hundehalter bedeutet.

 

Es gibt keine einheitliche Regelung und jeder Hundehalter muss für sein Bundesland schauen, welche Auflagen für einen Listenhund bestehen. Meistens ist die jährliche Hundesteuer um ein vielfaches höher, als bei einem Hund, der nicht auf einer Liste steht. Teilweise bestehen Maulkorb- und Leinenzwang. Hiervon kann man in vielen Bundesländern befreit werden, wenn man einen sogenannten Wesenstest mit dem Hund ablegt. Außerdem bestehen auch Auflagen für den Hundehalter. Diese können zum Beispiel eine Volljährigkeit, Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses oder die Pflicht zum Ablegen einer Sachkundeprüfung („Hundeführerschein“) bedeuten. Auch kann komplett ein Verbot für die Haltung einer Rasse bestehen. Des Weiteren bestehen Einfuhrverbote in verschiedene Länder, bis hin zur Tötung des Hundes bei Nichteinhalten dieser Vorschrift. Ganz wichtig zu beachten: Es kann sich immer wieder ändern, welche Rasse auf diese Listen gesetzt werden.

Shorty ist ein Miniature Bullterrier und damit eine eigenständige Rasse. Miniature Bullterrier stehen in keinem Bundesland, im Gegensatz zu den Standard Bullterriern, auf der Rasseliste. Mein kleiner Mini wird also eingestuft wie ein "normaler" Hund. Ich hatte auch überhaupt keine Probleme mit der Anmeldung in unserer Gemeinde. Habe allerdings schon von anderen Fällen in anderen Bundesländern gehört, die erhebliche Probleme hatten. Im Endeffekt muss nämlich der Halter nachweisen, dass sein Hund ein Mini ist.

Ein Minibullibesitzer muss nachweisen können, dass sein Hund ein Mini ist, sonst zählt er als Standard.  

Der Miniature Bull Terrier ist eine von der FCI anerkannte Hunderasse aus Großbritannien.
Herkunft und Geschichte entsprechen der des Bullterriers. Am 5. Juli 2011 folgte die FCI dem britischen Vorbild und erkannte den Miniatur Bull Terrier als eigenständige Rasse an. Der Miniatur Bull Terrier wird im Ursprungsland Großbritannien zu den vom Aussterben bedrohten Rassen gezählt.
Die Rasse Miniature Bull Terrier steht, anders als der Bullterrier, in keiner der deutschen Rasselisten. In Deutschland gibt es keine gesetzlichen Einschränkungen für Zucht und Haltung dieser Rasse.





Im Bericht des Landes Nordrhein-Westfalen von 2010 wird festgestellt, dass es bei den behördlich erfassten Miniatur Bull Terriern zu keinem Vorfall gekommen ist, bei dem Menschen oder Tiere geschädigt wurden. Des Weiteren ist dort festgehalten, dass Miniatur Bull Terrier zum Typ "Kleine Hunde" gehören. Eine behördliche Feststellung der Gefährlichkeit ist im Einzelfall möglich.[4] Schon bevor der Miniature Bull Terrier auch in der FCI als eigene Rasse anerkannt war, gab es juristische Auseinandersetzungen darum, ob die Hunde unter die Bestimmungen der jeweiligen Rasselisten fallen. Dabei wurde festgestellt, dass in Nordrhein-Westfalen bei Zweifeln an der Rassezugehörigkeit eines Hundes der Halter den Beleg zu erbringen hat, dass es sich nicht um einen Listenhund handelt.[5] Ein Mini darf nur bis 35,5 cm Widerristhöhe erreichen und nicht überschreiten. Sollte er es doch, muss der Halter nachweisen, durch Ahnentafel, Stammbaum, etc. dass die Elterntiere und die Vorfahren, Miniature Bullterrier sind.

Entstehung der Rasselisten

Das deutsche statistische Bundesamt führt beispielsweise eine Beißstatistik, aufgrund dessen einige der Listen im Juli 2000 entstanden sind, da in den Jahren davor, die Zahl der Hunde-Angriffe und die Zahl der dadurch getöteten Menschen stark gestiegen sei. Dabei konnte man auch schon davor, individuell gegen einen gefährlichen Hund Maßnahmen ergreifen. Die vor Juli 2000 geltende Hundeverordnung bot bereits eine Grundlage, einen auffällig gewordenen Hund wegzunehmen, oder zum Beispiel einen Maulkorb- und Leinenzwang auszusprechen. Trotzdem wurden die Rasselisten eingeführt, die am Anfang meist nur Hunde enthielten, die speziell für Sportkämpfe gegen Artgenossen oder andere Tiere gezüchtet und ausgebildet wurden. Dabei wurde wohl davon ausgegangen, dass diese Rassen, aufgrund ihrer Züchtung, generell für Menschen und andere Hunde gefährlich sind.

Auszüge aus einer Beißstastik

WUFF HINTERGRUND


Die Tabelle (nach: „Analysis of Dog Bites in Children", in
Pediatrics 2006;117:374-379) stellt die Inzidenz der Hundebisse der Größe der jeweiligen Rassepopulation im Einzugsgebiet der Studie gegenüber und errechnet daraus einen „Risiko-Index". Den höchsten Risiko-Index weist der Deutsche Schäferhund auf, den geringsten der Malteser.
RasseRassehäufigkeit, d.h. Prozentanteil der gesamten Hundepopulation Prozentanteil der Beißattacken Risiko-Index
Deutscher SH 12342,83
Dobermann1,132,71
Spitz1,121,81
Pekingese1,931,56
Dackel5,271,35
Schnauzer1,521,33
Collie2,331,30
Pudel3,130,98
Rottweiler1,110,92
Beagle1,210,8
Terrier-Rassen8,150,61
Berner Sennenhund1,710,58
Retriever-Rassen8,240,49
Mischlingshunde28130,46
Spaniel6,520,31
Shi Tzu1,20,30,26
Malteser1,100


Welcher Hund ist der gefährlichste?

Bulldogge? Pittbull? Rottweiler? Falsch – es sind nicht immer die Listenhunde, die leider oft einen schlechten Ruf haben. Was die Anzahl der Bisse betrifft, liegen Mischlingshunde und der Deutsche Schäferhund vorne: Sie bissen am häufigsten zu.
Das liegt aber daran, dass diese Hunde sehr beliebt sind und viele Hundebesitzer sie halten. Bei einer hohen Anzahl von Hunden einer Rasse gibt es eben auch mehr Hunde, die zubeißen könnten. Die absolute Zahl ist daher in allen Statistiken höher, in guten wie in schlechten. Gibt es nur wenige Hunde einer Rasse, so sind diese Zahlen niedriger. Viel aussagekräftiger als absolute Zahlen sind daher die Prozentzahlen.





Sind Listenhunde gefährlicher als ihre hündischen Artgenossen?


Durch verschiedene wissenschaftliche Arbeiten konnte nachgewiesen werden, dass es keinen Hinweis darauf gibt, dass anhand einer Rasse eine erhöhte Gefährlichkeit nachgewiesen werden kann.
Statt dessen fand man heraus, dass erhöhte Aggressivität meist mit mangelnder Sachkunde des Hundehalters, falsches Einschätzen des Hundes durch den Halter und aversiere Ausbildungsmethode zusammen hängt. Trotzdem wird an diesen Rasselisten festgehalten und so komplette Hunderassen zu gefährlichen Hunden degradiert.


Rasselisten sind unsinnig!

Auch wir halten diese Rasselisten für unsinnig und reine Geldmacherei. Man kann nicht an Hand einer Rasse, die Gefährlichkeit eines Hundes festmachen. Wir Halter sind dafür verantwortlich, wie sich ein Hund letztendlich entwickelt. Shorty und ich versuchen Euch davon zu überzeugen und wir hoffen auf Eure Unterstützung. Wir setzen uns für die Abschaffung der Rasseliste ein, auch wenn wir nicht direkt betroffen sind. Aber je mehr Menschen und Vierbeiner (selbstverständlich) , desto mehr Erfolg. Wir laufen beim Trierer BSL Run mit und unterstützen solche Events. Schaut doch mal vorbei :)



 

 

 



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2 Kommentare

  1. Hey ihr lieben,
    eine Rasseliste gibt es in Schleswig-Holstein nur noch bis zum Ende diesen Jahres. Danach tritt das neue Gesetz in Kraft. Dabei werden dann Hunde die auffällig geworden sind als gefährlich eingestuft und müssen dann mit hoher Steuer, Maulkorb, Leine, Sachkundenachweis oder Entzug rechnen.
    Das mag zum einen ein richtiger Schritt in die richtige Richtung zu sein, wenn die Hunde nicht mehr per se aufgrund ihrer Rasse eingestuft werden.
    Jedoch besteht nun die Gefahr, dass die Beurteilung einer "Auffälligkeit" von jemanden erfolgt der keine Ahnung hat, vielleicht Zeugenaussage gegen Aussage steht etc.
    Wir werden sehen, was das nächste Jahr bringen wird. Unsere Freundin Ive hat da sie auch ein Mini auch keine Probleme mit der Rasseliste.
    liebe Grüße
    Roveena und Aaron

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Roveena,
    hallo Aaron,

    wir freuen uns sehr, dass ihr zu uns gefunden habt. Wir finden Schleswig-Holstein ist ein tolles Beispiel dafür, dass alle Bundesländer diese unnötigen Rasselisten abschaffen sollten.

    Vielen Dank für deinen Kommentar.

    Liebe Grüße
    Shorty & Celina

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