Kastration .

06:17


Kastration - Ja oder Nein?


Vor dieser Entscheidung stehen viele Hundebesitzer im Laufe eines Hundelebens. Ich unter Anderen auch. 
Man sollte, wenn es um dieses Thema geht, seinen Hund genau kennen und die Verhaltensweisen genaustens analysiert haben.


Bei Kaum einem anderen Thema rund um den Hund sind die Gemüter so gespalten. Es gibt so viele Mythen über veränderte Verhaltensweisen eines Rüden oder einer Hündin nach der Kastration. Keine davon, lässt sich jedoch wissenschaftlich nachweisen. Ich persönlich finde, eine Kastration ersetzt niemals eine gute Erziehung.




Nehmen wir Shorty als Beispiel:


Shorty ist von Wesen her, sehr souverän und gelassen. Er lässt sich aber schnell ablenken und ist unaufmerksam bzw. interessiert sich für andere Dinge. Mein kleiner ist immer sehr unterwürfig. Egal welcher Hund, welche Größe, Shorty unterwirft sich grundsätzlich erst einmal. Man kann ihn aber auch schnell aufdrehen und dann ist es schwierig in zu beruhigen. Im Spiel wird er manchmal sehr wild und grob. Er liebt Hunde, alle, Rüden, Hündinnen, groß, klein. Er liebt Menschen, Omis und Opis, Kinder, große, kleine egal. Er ist perfekt sozialisiert und für Manche kommt sein Verhalten sich fast ängstlich rüber, wenn er auf fremde Hund trifft. Er wird aber schnell warm mit Fremden und freut sich über Alles und Jeden.

Jetzt der einzige Grund, warum Shorty zur Zeit kastriert ist:
Er rammelt sein Kissen. Er rammelt nicht nur ein bisschen. Er rammelt bis er wund ist. 

Und nein, es hat nichts mit mangelder Auslastung oder aufgestauter Energie zu tun. Er rammelt sonst nie. 

Und in den seltensten Fällen war es auch so, dass es sich eine Hündin oder einen Rüden, ganz egal, rausgepickt hat und permanent versucht hat, sie / er / es zu rammeln. Ich kann nicht sagen, ob es in diesem Fall doch etwas mit Dominanz zu tun hat. 



"Zur Zeit" kastriert heißt übrigens: Er hat einen chemischer Kastrationschip. Kennen sicherlich einige von Euch. 

Der „Kastrations“Chip ist ein Implantat, das (ähnlich wie auch der Mikrochip zur Kennzeichnung) mit einer etwas dickeren Kanüle unter die Haut im Nacken des Rüdens eingesetzt wird. Der Chip enthält den Wirkstoff Deslorelin, einen so genannten „Slow-Release-GnRH-Agonisten“, den er über sechs bzw. zwölf  Monate kontinuierlich in niedriger Dosis in den Körper des Hundes abgibt. Hierdurch kommt es zu einer vorübergehenden Unfruchtbarkeit, ohne dass eine Operation durchgeführt werden muss. Daher spricht man hier im Gegensatz zur „chirurgischen Kastration“ von einer „chemischen“ Kastration. Ein großer Vorteil des Chips liegt darin, dass seine Wirkung nur vorübergehend ist – nach etwa 6 bzw. 12 Monaten ist der Wirkstoff verbraucht und die Chip-Wirkung verschwindet. 

Er hat nun sogar den zweiten und wir sind eigentlich super zufrieden damit, aber....
Da ist es wieder, dieses "aber". Durch diesen Chip, rammelt er nicht mehr sein Kissen, er pickt sich keinen mehr raus, der dann permanent genervt wird und er ist einfach noch ruhiger geworden.

Noch ruhiger??? Dieser Hund? Ganz ehrlich, ich wusste auch nicht, dass dies überhaupt noch mögich ist. Aber ja, Shorty ist stinkfaul. Lässt sich durch fast nichts mehr motivieren. Wenn wir Gassi sind und die Anderen rennen, gibt er nach 10 Metern auf. So etwas hätte es früher nicht gegeben. Klar manche von Euch, sagen wohl jetzt "Na und?", aber mich stört das. Ich hatte einen lebenslustigen und frohen, gut gelaunten Clown und jetzt ist er immer noch lustig und froh aber halt anders. 

Naja zurück zum Thema. Ich bin jedenfalls zu dem Entschluss gekommen, den Chip auslaufen zu lassen und zu schauen wie es sich entwickelt. Ich kann ihn dann immer noch richtig kastrieren lassen oder noch einmal chippen. Aber muss es halt nicht. Das sehe ich als riesig große Vorteil des Chips. Ich kann, muss aber nicht für IMMER entscheiden. Ich teste alle Möglichkeiten und mache dass, was für meinen Hund das Beste ist. Und genauso finde ich, sollte jeder Hundebesitzer entscheiden. Der Hund zeigt euch, was das Beste für ihn ist. Ihr kennt euren Hund am Besten, egal was Andere sagen. Sollte es jetzt nicht unbedingt notwendig sein, wegen Krankheit oder sonstigen Problemen. Ich denke, so ganz ist dieses Thema bei uns noch nicht durch. Wir werden berichten.

Ihr könnt uns gerne Eure Erfahrungen und Meinungen mitteilen :) Wir freuen uns schon drauf. 

 


 

 

 

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2 Kommentare

  1. Ich finde es klasse, wie ihr es für euch austestet und genau überlegt. Ich habe mir damals auch Aarons Verhalten genau angeschaut und ihm die Chance gegeben durch Älter werden und Erziehung evtl. um eine Kastration rum zu kommen. Aber Aarons Verhalten war so auffällig und vehement, dass ich mir dann nach dieser langen Stress-Phase dann ziemlich klar war, dass er kastriert wird. Es war dann auch die richtige Entscheidung. Ich hätte sie auf jeden Fall aber nicht früher getroffen, weil ich es wichtig fand, dass er sich voll entwickeln darf und kein Kind auf Dauer durch eine zu frühe Kastration wird (solche Hunde habe ich schon erlebt).
    Ihr werdet euch schon am Ende richtig entscheiden *drück*
    viele Grüße Aaron und Roveena

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  2. Huhu Ihr Lieben, wenn es um eine so endgültige Entscheidung geht, sind wir lieber vorsichtig und testen lieber zwei mal aus. Vielen Dank für die Tipps.

    Knutsch :)
    Liebe Grüße
    Shorty & Celina

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